Paarberatung
Eine erfüllende Partnerschaft, die Verbundenheit, Autonomie und Individualität zulässt und von beiden PartnerInnen gleichermaßen befriedigend erlebt wird, über viele Jahre aufrechtzuerhalten, ist gar nicht so einfach.
Eine erfüllende Partnerschaft, die Verbundenheit, Autonomie und Individualität zulässt und von beiden PartnerInnen gleichermaßen befriedigend erlebt wird, über viele Jahre aufrecht zu erhalten ist gar nicht so einfach. Oft ist sie durch viele Herausforderungen und Auseinandersetzungen gekennzeichnet, bei denen das Miteinander leicht schwierig werden kann.
Liebe? Bindung? In Liebe verbunden!
Dennoch bedeuten Krisen für ein Paar immer auch die Chance, gemeinsam und als Individuen zu wachsen und zu neuer Intimität und Tiefe zu gelangen.
In der Paarberatung begleite und unterstütze ich Paare beim Verstehen und Bewältigen aktueller Krisen und/oder teils unbewusster Konfliktdynamiken. Diese können sich ganz unterschiedlich darstellen.
Einerseits ausgelöst durch sich andrängende Entwicklungskrisen und Übergängen in neue Lebensphasen wie z.B. Zukunftsfragen, der Geburt oder des Auszuges eines oder mehrerer Kinder, der Bewältigung von Krankheiten oder Beziehungsverletzungen wie z.B. einer Außenbeziehung.
Auch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Bedürfnissen oder der Öffnung der Beziehung sowie die Herausforderungen im Umgang mit den Fragen von Patchwork-Konstellationen sind hier zu nennen.
Sehr häufig kommen dabei alte Bindungsverletzungen aus den Herkunftsfamilien oder aus vergangenen Beziehungen oder Traumata zum Tragen, welche einen sensiblen Umgang bei der Integration in ein neues Beziehungserleben erfordern.
Um diesen Themen im Prozess angemessen begegnen zu können, ist eine empathische und wertschätzende Haltung beiden PartnerInnen gegenüber zunächst die Grundlage, auf der ich arbeite.
Mein Ziel ist es zu verstehen, was beide PartnerInnen in ihrer Beziehung erleben. Wie es sich anfühlt, wo sie sich aktuell befinden und wie sie jeweils damit umgehen bzw. sich begegnen und wozu das innerhalb der Beziehung führt.
Dieses Erkunden ist aus meiner Sicht unerlässlich, um das dysfunktionale Muster gemeinsam zu erkennen, damit im nächsten Schritt das Paar unterstützt werden kann, neue Wege für sich zu finden.
Der Mix macht’s! Mein methodischer Ansatz
Die methodischen Ansätze, denen ich dabei folge sind überwiegend bindungstheoretisch bzw. emotionsfokussiert (EFT, S. Johnson) und tiefenpsychologisch fundiert, aber auch differenzierungsbasiert und systemisch.
In Kontakt mit dem Paar zu sein bedeutet für mich auch, methodisch schwingungsfähig zu bleiben.
Was ist EFT?
Die emotionsfokussierte Paartherapie nach Sue Johnson kommt ursprünglich aus Kanada.
Ihr Ziel ist es, die Bindungsbedürfnisse hinter dem Konfliktverhalten zugänglich zu machen. Sie unterstützt die Paare darin, diese Bedürfnisse wieder aufeinander zu beziehen und die Bindungsbeziehung wiederherzustellen.
Gelingt dies, kommt es zu neuer Nähe und Verbundenheit, die Eskalationen nehmen ab. Die Paare durchlaufen in diesem Prozess die drei Phasen Deeskalation, Wiederherstellung der Bindung und Konsolidierung, in der die Probleme konstruktiv bearbeitet werden können. Der EFT-Therapeut bietet sich in diesem Prozess als Bindungsperson an, die Verständnis für beide Partner aufbringt und so die Emotionen reguliert. Dadurch können die Partner wieder offener füreinander werden.
Die EFT gilt laut unterschiedlicher Studien als effizienter im Vergleich zu anderen Paartherapie-Methoden, nicht nur im Hinblick auf die Wirksamkeit, sondern auch auf die Therapiedauer (Roesler & Bröning, 2024).
Woran merken Sie, dass eine Paarberatung sinnvoll ist?
Eine Paarberatung ist nicht erst dann sinnvoll, wenn eine Trennung im Raum steht, sondern immer dann, wenn Sie das Gefühl haben allein nicht mehr weiterzukommen.
Typische Anzeichen sind:
Sich wiederholende Teufelskreise: Sie streiten immer wieder über dieselben Themen, ohne eine Lösung zu finden.
Sprachlosigkeit: Es gibt keine tiefen Gespräche mehr; man funktioniert nur noch als ‚Team‘ für Kinder oder Haushalt.
Emotionale Distanz: Sie fühlen sich einsam in der Beziehung oder haben das Gefühl, sich nichts mehr zu sagen zu haben.
Vertrauensverlust: Nach Verletzungen oder Seitensprüngen fällt es schwer, wieder eine gemeinsame Basis zu finden.
Körperliche Distanz: Intimität und Sexualität sind fast vollständig aus dem Alltag verschwunden.
Liebe, wie es Ihnen gefällt..
Liebe und wie wir sie leben, ist immer auch ein Spiegel der Gesellschaft. In den letzten Jahren haben sich die Beziehungsmodelle zunehmend verändert. Der Fokus auf individuelle Bedürfnisse in den Partnerschaften hat zugenommen und es zeigen sich vermehrt Wünsche nach offenen und polyamoren Beziehungen. In meiner Praxis habe ich die Gelegenheit, Paare in verschiedenen Beziehungsformen zu begleiten und zu unterstützen.
Polyamorie oder offene Beziehung – Ist das nicht dasselbe?
In einer offenen Beziehung geht es vor allem um sexuelle Freiheit, die das Paar vereinbart und mit gegenseitigem Respekt und gewissen Regeln für sich und die Beziehung gestaltet. Es geht darum, sexuelle Erfahrungen außerhalb der eigenen Liebesbeziehung zu machen und gegebenenfalls miteinander zu teilen. Dabei können die Vereinbarungen sehr unterschiedlich sein und von gelegentlichen Treffen bis hin zu tieferen emotionalen Verbindungen reichen. Um hier Klarheit über die Regeln und Grenzen zu gewinnen, setzt dies eine ehrliche, offene und respektvolle Kommunikation voraus, welche oftmals nicht ganz einfach ist. Polyamorie meint hingegen, die Möglichkeit mehrere liebevolle und bedeutsame Beziehungen gleichzeitig zu führen. Dies geht über rein sexuelle Abenteuer hinaus und umfasst emotionale Verbindungen, Fürsorge und Verantwortung für die jeweiligen Personen. Auch Polyamorie basiert auf Kommunikation, Ehrlichkeit und Einvernehmen, wobei alle beteiligten PartnerInnen in den Entscheidungsprozess einbezogen werden.Die Rolle der Paartherapie in offenen Beziehungen und Polyamorie
Als Paarberaterin erlebe ich immer wieder, dass offene Beziehungen und Polyamorie neben all dem Spannenden, dem Lustgewinn und der Freiheit auch eine Herausforderung für Paare darstellen können. Plötzlich sind unausgesprochene Erwartungen, Eifersucht oder Unsicherheiten im Raum oder verstellen den Zugang zueinander. Paarberatung bietet hierbei die Möglichkeit diesen Schwierigkeiten zu begegnen und sie zu bewältigen.Mono, Poly oder offen – Paarberatung kann bei allen Beziehungsformen hilfreich sein
Wie auch immer Ihr lieben wollt, – als Paarberaterin unterstütze ich in unterschiedlichen Beziehungsformen, die Bindung zu stärken, Konflikte zu bewältigen und eine Balance für individuelle Bedürfnisse zu finden. Ganz gleich, welche Beziehungsform – das Wichtigste ist schließlich, dass Ihr die Beziehung führt, die zu Euch passt.
Besuchen Sie mich in meiner Praxis vor Ort
Veränderung beginnt mit der Entscheidung, professionelle Begleitung anzunehmen. Gerne klären wir in einem ersten Gespräch, wie ich Sie und Ihren Partner unterstützen kann. Meine Praxis ist zentral im Herzen von Eimsbüttel gelegen und bietet den idealen Raum für Ihre gemeinsame Entwicklung.
Was sich durch die Beratung verändern kann
Sich wieder näher kommen
Mehr Verbundenheit erleben
Wünsche und Bedürfnisse formulieren können, ohne dass es eskaliert
Wieder als Team agieren
Sich gegenseitig wieder mehr wahrnehmen
Was Sie in der ersten Sitzung erwartet
Beim Erstgespräch lernen wir uns zunächst einmal kennen. Sie haben Gelegenheit zu erfahren, ob es Ihnen mit mir und dem gemeinsamen Raum gut geht, Sie sich wohl fühlen und Vertrauen fassen können. Ich werde Sie einladen, Ihre Themen und Schwierigkeiten zu schildern, – eventuell jeder jeweils aus der individuellen Sicht.
Gegen Ende der Sitzung schauen wir gemeinsam auf Ihr Anliegen und darauf, was es brauchen könnte bzw. woran gearbeitet werden soll. Danach entscheiden Sie, ob Sie mit mir in den weiteren Prozess einsteigen wollen. Dies kann entweder im Anschluss an das Gespräch erfolgen oder aber nachdem Sie darüber nachgedacht oder (bei Paaren) Sie sich ohne meine Anwesenheit gemeinsam darüber ausgetauscht haben.
Paarberatung oder Paartherapie – Wo liegt der Unterschied?
Beides stimmt, bzw. beide meinen das gleiche. Der Begriff Paartherapie ist nicht geschützt. Dennoch kann man das Arbeiten mit Paaren – zumindest wenn es eine rein formale, direktive Ebene verlässt und tiefere, zum Teil verletzlichere, Bereiche des Erlebens betritt – durchaus als therapeutisch verstehen.
Einzelberatung als Teil der Paarberatung
Wenn ein Partner (noch) nicht bereit für eine gemeinsame Beratung ist, kann eine Einzelberatung ein wertvoller erster Schritt sein. Da Beziehungen Systeme sind, verändert sich das gesamte Miteinander oft schon dann, wenn ein Teil beginnt, die eigenen Muster, Bedürfnisse und Verletzungen besser zu verstehen. Wir arbeiten dann im Einzelgespräch an Ihrer Sicht auf die Beziehung und entwickeln Wege, wie Sie wieder eine konstruktive Kommunikation finden können.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert eine Paarberatung durchschnittlich?
Das ist unterschiedlich. Je nach Paar und Konfliktlage. Manchen Paaren ist nach 5 Sitzungen geholfen, andere brauchen länger. Pauschal würde ich sagen, das Paar kommt, solange es sich gut aufgehoben fühlt und den Prozess für sich als hilfreich erlebt.
Wird Paartherapie von der Krankenkasse übernommen?
Leider nein. Diese Leistung wird i.d.R. nicht übernommen und muss selber finanziell getragen werden.
Wie viel kostet eine Paarberatung?
Einzelberatung: 110,- € (50 Min.)
Paarberatung: 240,- € (90 Min.)
Vereinbarte Termine sind verbindlich. Eine Absage muss mindestens 48 Stunden vor dem Termin erfolgen, da die Beratungskosten ansonsten in Rechnung gestellt werden.
Ich bitte um Ihr Verständnis.